Mitarbeiterfluktuation

„My chief assets drive out the gate every day. My job ist to make sure they come back.“
(Stewart, Brown 2011)

Dieses Zitat nach dem CEO Jim Goodnight, des 2010 ausgezeichneten SAS Institute zum „best place to work“, gibt die Aufgabe eines Unternehmens hinsichtlich ihrer Mitarbeiter sehr gut wieder.

Was ist Mitarbeiterfluktuation

Doch was ist Fluktuation überhaupt? Fluktuation ist das Auflösen des Arbeitsverhältnisses initiiert durch die Arbeitnehmerseite, z.B. durch Kündigung des Arbeitnehmers aber auch natürlicherweise durch Altersaustritte.

Welche Ursachen hat die Mitarbeiterfluktuation

Da der Begriff Fluktuation für ein Unternehmen immer negativ behaftet ist, entsteht schnell die Annahme, dass Mitarbeiter dann das Unternehmen verlassen, wenn Sie unzufrieden sind. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Mitarbeiter auch erst kündigen, wenn sich passende Alternativen bieten.

Da wir es hier aber mit Menschen zu tun haben, kommen eine Vielzahl weiterer Faktoren hinzu. So können z. B. die Persönlichkeit eines Mitarbeiters, unternehmensbezogene Ursachen oder unternehmensexterne Ursachen (z.B. Geburt, Umzug, etc.) ausschlaggebend sein. Auch muss nicht erst eine Kündigung erfolgen, wenn eine Jobalternative besteht.

Wichtig ist für das Unternehmen zu erkennen, wann Handlungsbedarf besteht. Denn Fluktuation muss nicht immer schlecht sein. Neue Mitarbeiter geben auch oft neue Impulse, setzen andere Maßstäbe oder sind vielleicht sogar leistungsfähiger als der Vorgänger. Es geht also vielmehr darum, eine optimale Fluktuationsrate anzustreben.

Retention Management

Das Retention Management umfasst geplante personalwirtschaftliche Maßnahmen zur Reduktion von unwirtschaftlicher Fluktuation. Mit dieser Management-Methode wird insbesondere die Theorie der Einbettung des Mitarbeiters in das Unternehmen unterstützt. Arbeitsplatz und unternehmensbezogene Faktoren werden ebenso herangezogen, wie die privaten Lebensumstände. Die Faktoren sind hier:

  • formelle und informelle soziale Beziehungen im Unternehmen,
  • das Zusammenwirken der eigenen Persönlichkeit mit dem Unternehmen sowie des eigenen Selbstkonzepts zur privaten Lebenssituation
  • und die Opfer, die man im Falle einer Kündigung in Kauf nehmen muss.

Die Durchführung des Retention Managements erfordert eine ausführliche Analyse und Konzeptionsphase um möglichst akribisch die Beweggründe der Mitarbeiter zu erfassen und anschließend in der Implementierungsphase on- und off the job anzuwenden.

Kernaussage ist: gut ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter sind ein hoher Kapitalwert und sollten nachhaltig an das Unternehmen gebunden werden. Dabei gilt es zu überprüfen, welchen Beitrag der Arbeitgeber aus Sicht des Unternehmens dazu leisten kann.

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